Vereinsinformationen 2018

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Sommerfest bei Firma Lüdecke

Der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg präsentierte sich dort mit einem Lehrbienenstand

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Mit einem Schaubienenvolk und vielen Informationen, präsentierte sich der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg beim Sommerfest der Firma Lüdecke in Amberg. Bei strahlendem Wetter und den zahlreichen Besuchern, zeigte Bienenfachwart Alexander Hirschmann-Titz die faszinierende Welt der Bienen. Die vielen interessierten Besucher durften sich dann noch einen Honig mitnehmen und ein Stofftier mit dem Namen "Lüdia". Alle waren begeistert und bedankten sich für die tolle Vorstellung der Bienen.

Bilder: BZV Sulzbach-Rosenberg

Das Varroa-Tages-Seminar 2018 im Vogelheim

Bienensachverständiger Roland Singer zu Gast beim praktischen Teil

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Am Samstag den 14. Juli 2018 fand das Varroa-Tages-Seminar 2018 im Vereinsheim Vogelheim am Feuerhof statt. Begonnen hat am morgen der Veterinäramtsdirektor Dr. Werner Pilz, der die Imker über die Behandlungspflicht informierte. Anschließend zeigte Alexander Hirschmann-Titz in seinem Vortrag noch über die neuen Medikamente und deren Anwendung und informierte die Imker auch über die Varroamilbe. Nach einem gemeinsamen Mittagessen zeigten dann der Bienensachverständige Roland Singer und Konrad Hubmann die richtige Anwendung der Applikatoren und die Puderzuckermethode.

Bildergalerie zum 14. Juli 2018

Bilder. BZV Sulzbach-Rosenberg

Honig selbst vermarkten

Nachwuchsimker Jannik Bohmann füllt seine erste Honigernte ab

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg - Jannik Bohmann bei seiner erfolgreichen Honigernte

Nachwuchsimker Jannik Bohmann ist in diesem Jahr Probeimker beim Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg. Mit Stolz präsentiert er seine erste Honigernte mit seinen selbst entworfenen Etiketten. Doch bis dahin waren regelmäßige Kontrollen des Bienenvolks nötig. Er lernte in diesem Jahr den richtigen Umgang mit den Bienen, sowie alle Maßnahmen für eine erfolgreiche Honigernte. Es musste er nur noch ein Etikett entwerfen und den Honig abfüllen. Jetzt geht es darum die Bienen gut über den Winter zu bringen und dafür wird er alles notwendige lernen.

OTV zu Gast bei den Imkern

Beesharing Projekt mit den Stadtwerken und der Fa. Lüdecke

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Ein Zitat von Albert Einstein, dass die Wichtigkeit der fleißigen Insekten unterstreicht. Neben Imkern haben jetzt auch Unternehmen aus Amberg die Tiere für sich entdeckt. Und das Ganze unter dem Namen „Beesharing“. (ms)

Sehen Sie den Bericht.

Der Weltbienentag am 20.5.2018

Aktionstag im Schulmuseum in Sulzbach-Rosenberg

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Zum Weltbienentag am Sonntag den 20. Mai kamen zahlreiche Besucher zum Schulmuseum in Sulzbach-Rosenberg. Eingeladen dazu hatte der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg. Kreisvorsitzender Andreas Royer und der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg brachten den interessierten Besuchern die Bienenhaltung näher und zeigten auch die sogenannten Eh-da Flächen auf. Das Schulbienenvolk im Schulgarten, dass von der Familie Frank und Wina Pamler betreut wird fand großes Interesse.  

Der Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft ist in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Das Eh da-Konzept basiert auf der Tatsache, dass es in der Agrarlandschaft Flächen - Eh da-Flächen - gibt, die ökologisch aufgewertet werden können, ohne sie aus der produktiven Nutzung herausnehmen zu müssen. Vorhandene, bislang nicht wirtschaftlich genutzte Flächen zur Förderung biologischer Vielfalt zu nutzen, ist der Grundgedanke dieses Konzepts. Ein Eh da-Projekt ist Teamarbeit! Initiator der Pflege von Eh da-Flächen ist in der Regel die Gemeinde oder ein Flächeneigner.

Ein Projekt dauert mehrere Jahre und bedarf der Zusammenarbeit verschiedener Institutionen und engagierter Personen. Hier stellen wir ein erprobtes Grundschema für den Ablauf eines Eh da-Projekts vor und gehen auf ganz praktische Fragen wie Kosten und Fördermöglichkeiten ein. Der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg, die Stadtgärtnerei und die Stadt Sulzbach-Rosenberg haben hier einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Mit der Eh-da-Flächen-Kooperation wollen zum Weltbienentag (von links) Bienenzuchtvereinsvorsitzender Helmut Heuberger, Imker-Kreisvorsitzender Andreas Royer, Stadtgärtnermeister Klaus Herbst und Bürgermeister Michael Göth ein Zeichen für mehr Artenvielfalt setzen. Bild: Franitza

Unterwegs für die Stadtwerke Amberg

Die Bienenzuchtvereine Amberg und Sulzbach-Rosenberg starten das Beesharing-Projekt mit den Stadtwerken Amberg

Bild: Stadtwerke Amberg - von links: 1.Vorsitzender vom Bienenzuchtverein Amberg, Florian Winkler, Imker Michael Schanderl, Prof. Dr. Stephan Prechtl, Bienenfachwart Alexander Hirschmann-Titz, 1. Vorsitzender vom Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg, Helmut Heuberger und Imker Michael Bieda.

Für den Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg ist es bereits das zweite "Beesharing-Projekt" in Amberg, aber was neu ist, dass hier der Bienenzuchtverein Amberg eng mit den Herzogstädtern beim "Beesharing-Projekt" mit den Stadtwerken Amberg zusammenarbeitet. 

Dr. Stephan Prechtl der Geschäftsführer der Stadtwerke Amberg freute sich über das Projekt und unterstützt es mit allen Mitteln. Ebenso ging hier noch eine Spende an die Willmannschule in Amberg für die dortige Bienen AG. Die beiden "Stadtwerkler", Michael Schanderl und Michael Bieda werden die beiden Bienenvölker betreuen und pflegen. Michael Schanderl erlernte sein Imkerhandwerk beim Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg und Michael Bieda machte in Amberg seine Ausbildung. "Beide werden hier hervorragend kooperieren", so Bienenfachwart Alexander Hirschmann-Titz.

Jetzt wurde erst einmal der Honigraum aufgesetzt und auf den ersten eigenen Stadtwerke Honig gewartet. Bis dahin gilt es in regelmäßigen Besuchen die Völker zu kontrollieren.

Bildergalerie vom 30. April 2018

Bilder: Stadtwerke Amberg

Freudige Völkerwanderung

27 Probeimker am Start - neuer Rekord beim Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg

Die Probeimker mit Bienenfachwart Alexander Hirschmann-Titz (vorne, links) und dem Vereinsvorsitzenden Helmut Heuberger (vorne, rechts). Bild: gf

Lange müssen die 27 Probeimker auf ihre Bienenvölker warten. Doch am Samstag ist es soweit mit der Übergabe. Mit einer Rekordbeteiligung startet der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg in die neue Saison 2018/19. 

Es war eine logistische Meisterleistung mit der Beschaffung der Bienenvölker. So wurde noch kurz vor Beginn ein Provisorium aufgebaut, um das 21. Volk am Lehrbienenstand unterzubringen. Eingangs begrüßte der Vereinsvorsitzende Helmut Heuberger die neuen Probeimker und dankte ihnen schon im Vorfeld für das Engagement. "Es ist schön, dass der Boom so anhält und dass sich dieses Jahr so viele Nachwuchskräfte beim Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg eingefunden haben", so Heuberger. 

Bienenfachwart Alexander Hirschmann-Titz zeigte dem Nachwuchs die Aufgaben für diesen Tag. So mussten die Probeimker mit ihren Betreuer anfangs lernen, wie ein Bienenvolk fachmännisch geöffnet wird und wie die Waben herausgenommen werden. So wurden auch einige Völker in die vereinseigenen Kästen umgehängt. Dabei wurde der Aufbau eines Bienenvolkes erklärt und natürlich wurde auch die Königin gesucht. Die Betreuer des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg sind derzeit: Vorsitzender Helmut Heuberger, Bienenfachwart Alexander Hirschmann-Titz, Imker Stefan Hubmann, Philipp Böhme, Dietmar Haar und Karin Haar. Viele der Probeimker bedankten sich zum Schluss und erklärten, dass es ein faszinierendes Abenteuer war und eine großartige Sache, mit den Bienen zu arbeiten. Diese Ansage freut natürlich den Verein und stärkt ihn für die weiteren Aufgaben, waren sich die Verantwortlichen einig.

Wildbienen wohnen bei Lüdecke

Firma eröffnet Insektenhotel: Rund 3000 Tiere bekommen eine neue Heimat

Bild: Lüdecke - Beim Einsetzen der Nistkästen helfen Lüdecke-Chef Klaus Herdegen Ausbilder Sebastian Lotter, Azubi Nico Weisser, Martin Reinhardt (Sozialamt Amberg), Catherine Dill und Paul Heinritz (Freiwilligenagentur Amberg) sowie Alexander Hirschmann-Titz vom Bayerischen Imkerverband (von links)

Als Alexander Hirschmann-Titz vom Bayerischen Imkerverband mit dem Insektenprojekt auf die Firma Lüdecke zukam, zeigte sich der geschäftsführende Gesellschafter Klaus Herdegen sofort aufgeschlossen. In extra dafür ausgeformten Betonblöcken, die als Abgrenzung der Betriebsauffahrt dienen, sind nun rund zehn Nistkästen für Wildbienen eingerichtet, die hier direkt neben dem Firmenteich eine neue Heimat finden sollen. Da Wildbienen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen und bereits 60 Prozent der 120 in der Oberpfalz heimischen Arten akut davon betroffen sind, handelt es sich hierbei um ein "sinnvolles Projekt, das wir gerne unterstützen", sagt Herdegen. 

Schon seit Herbst sind die Grundschulen Illschwang und Ammerthal sowie die Mittelschule Krötensee und Kümmersbruck an dem Projekt beteiligt. Als Teil des Biologieunterrichts richteten mehrere Klassen die Tierunterkünfte ein und beschäftigten sich dabei mit dem massiven Insektensterben, von dem auch die Bienen betroffen sind. Der intensive Einsatz von Insektiziden und der Wegfall natürlicher Lebensräume wie Obstgärten oder Streuobstwiesen wirken sich bedrohlich auf die Population der Bienen aus, die Bestandteil der einheimischen Flora sind. 

Neben dem Bayerischen Imkerverband sind auch die Freiwilligenagentur Amberg und die Stadtverwaltung Projektpartner, erklärt Catherine Dill. Seit dem Erfolg der gemeinsamen Aktion "Amberg summt" von 2015/16 bauen beide Vereine ihre Zusammenarbeit im Bereich Naturschutz weiter aus und wollen mit dem Projekt "Pro Insekt" eine breite Öffentlichkeit für das Instektensterben sensibilisieren. "Wenn die Polkappen schmelzen, ist man als normaler Bürger weitgehend machtlos", meint Dill, "aber für den Naturschutz vor Ort kann jeder ohne viel Aufwand etwas machen." Schulen, Privathaushalte, Vereine oder Unternehmen wie die Firma Lüdecke werden als Unterstützer gebraucht, um das Anliegen zu verbreiten. 

Um Naturschutzprojekte dieser Art weiter voranzutreiben ist die Freiwilligenagentur auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern. Außerdem wird in Kooperation mit der OTH Amberg-Weiden eine Bachelorarbeit vergeben, die den Aufbau einer Webseite zum Thema Insektenschutz zum Ziel hat.

Bildergalerie zum 12.4.2018

Bilder:Lüdecke

Jahreshauptversammlung des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg

Imkern auf Probe ein Renner

Imker-Ehrung mit (von links) Vorsitzendem Helmut Heuberger, Fachwart Alexander Titz, Erich Voithenberger, Kreisvorsitzendem Andreas Royer und Bürgermeister Michael Göth. Bild: exb

Der Bienenzuchtverein der Herzogstadt lebt vom Engagement seiner Mitglieder und Helfer. Diesen Einsatz würdigt Vorsitzender Helmut Heuberger bei der Jahreshauptversammlung im Hotelgasthof Bayerischer Hof ganz besonders. 

Viel Lob für die Helfer und Unterstützer kam auch von Bürgermeister Michael Göth, der die Kooperationsprojekte mit der Stadtgärtnerei ansprach, von Kreisvorsitzendem Andreas Royer und Ehrenvorsitzendem Michael Hüttner. Royer erinnerte an die Aufgaben des Kreisverbandes, die in Form von Imker-Ausbildung, Völkervermehrung und Lebensraumverbesserung letztlich in der Sicherstellung einer flächendeckenden Bestäubung münden. 

Schriftführer Alexander Titz listete die Aktivitäten im Jahreslauf auf, darunter Arbeitseinsätze am Lehrbienenstand oder der Aktionstag Bienenschutz mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten (AELF) und der Krötensee-Mittelschule an vier Stationen im Bereich des Pumpenhäuschens Haselgraben in Sulzbach-Rosenberg. 

Imker des Bienenzuchtvereins erreichten bei der 4. Bayerischen Honigmesse in Köditz bei Hof Bestnoten. Darunter war Frank Pamler mit seinem Waldhonig mit der Bewertung "Gold 1a" - die höchste Auszeichnung für Honig. Fachwart Alexander Titz und Stefan Hubmann erreichten mit ihrem eingereichten Blütenhonig die Silbermedaille - der bisher größte Erfolg des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg.

 Ihre Freude über die gelungene Neuauflage der Honigbroschüre für das Amberg-Sulzbacher Land übermittelten die Imker Landrat Richard Reisinger mit der Einladung zum Lehrbienenstand. Das Gemeinschaftsprojekt der Imker mit Landkreis und Stadt Amberg sah seine erste Auflage vor zehn Jahren. 

"Nun aber war ein verbessertes Format mit neuem Layout fällig. In enger Kooperation mit Veterinärdirektor Werner Pilz, kreierten die Bienenzüchter der Kreisverbände Sulzbach-Rosenberg und Amberg eine Neuauflage mit 7500 Exemplaren, vier Seiten mehr Umfang, Infos zu Bienen, Honig und Imkerei, Internetlinks zu Rezepten sowie Literatur-Tipps ", so der Schriftführer. 

Der Verein betreibt seit sieben Jahren mit Erfolg das Projekt "Imkern auf Probe". Über 100 Nachwuchsimker haben die Betreuer am Lehrbienenstand bisher ausgebildet - der Spitzenplatz in Bayern. Im 2. Ausbildungsjahr engagierten sich 2017 21 und im 1. Ausbildungsjahr 23 Nachwuchsimker. Für 2018 haben sich bereits 20 Interessenten gemeldet. 

Ehrungen

Geehrt wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft Wolfgang Hoffmann und für 40 Jahre Erich Voithenberger. Sie erhielten jeweils ein Urkunde des Landesverbandes und Ehrennadeln in Silber und Gold. (exb)

Die Jahresstatistik 2017

Die Zahlen sind etwas rückläufig gegenüber 2016 - Immer noch großartige Besucherzahlen

Die Besucherstatistik weißt auch 2017 großartige Zahlen auf, obwohl es gegenüber dem Jahr 2016 rückläufige Zahlen gab. So hatten wir im letzten Jahr 39822 Besucher auf unserer Homepage, dass sind 5955 weniger als 2016. Bei den Seitenzugriffen hatten wir letztes Jahr 106912 Zugriffe, auch das sind 26292 weniger Zugriffe als 2016. Doch es zeigt, dass wir wieder großes Interesse auf unserer Homepage hatten und dafür möchten wir uns bedanken. 

Forschungsprojekt Bee Warned

Frühwarnsystem für exotische Bienenschädlinge in Bayern, den Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) und die Asiatische Hornisse (Vespa velutina)

Vorsitzender Helmut Heuberger und Bienenfachwart Alexander Titz beteiligen sich im neuen Jahr beim Forschungsprojekt "Bee Warned". Dazu haben die beiden Imker eine Ausrüstung von Veitshöchheim erhalten um den Beutenkäfer zu erkennen. Seit 40 Jahren ist unsere Honigbiene (Apis mellifera) durch die Varroamilbe (Varroa destructor) erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun wird seit einigen Jahren die Ausbreitung des Kleinen Beutenkäfers (Aethina tumida) und der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) in Europa beobachtet. Diese Bienenparasiten können ebenfalls enorme Schäden bei Honigbienen verursachen. Zum 01. Mai 2017 startete deshalb ein Forschungsprojekt, um ein bayernweites Frühwarnsystem für beide Schädlinge zu etablieren.

Der Kleine Beutenkäfer stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika. Durch Verbringungen von Bienen hat er sich mittlerweile über weite Teile der Welt ausgebreitet. Heute kommt er auf dem amerikanischen Kontinent, Australien und Nord-Afrika vor. In Europa ist er im September 2014 in Süditalien (Provinzen Syrakus und Kalabrien) gefunden worden. Im Juli 2016 hat sich sein Verbreitungsgebiet in die Provinz Cosenza, also 100 km nördlich der bisherigen Sperrzone ausgeweitet. Die Verbreitung dieses Schädlings erfolgt somit sehr rasch und ist schwer erkennbar. Seit dem Auftreten des Kleinen Beutenkäfers in Europa besteht eine erhöhte Gefahr, dass er durch Bienentransporte auch in andere europäische Länder eingeschleppt wird.

Bei günstigen Bedingungen vermehrt sich der Kleine Beutenkäfer sehr schnell. Es genügen einige wenige Käfer, um einem Bienenvolk auf verschiedenen Ebenen großen Schaden zuzufügen. Sowohl der ausgewachsene Käfer, als auch seine Larven ernähren sich von Honig und Pollen aber bevorzugt von Bienenbrut. Er schwächt das Volk und macht eine hygienische Honigernte praktisch unmöglich. Haben die Käfer einen Bienenstock befallen, so ist es meist nicht mehr möglich, sie zu beseitigen.

Ziel des Projekts

Aufbau eines bayernweiten Monitoringsystems zur frühzeitigen Feststellung eines Erstbefalls der beiden exotischen Parasiten in Bayern, sowie die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs bei Verdachtsfällen und bestätigtem Befall.

Monitoring

Zum Aufbau eines flächendeckenden Monitorings werden sogenannte Sentinel-Imkereien etabliert. Durch regelmäßige Kontrollen in die Bienenvölker eingelegter Fallen und durch gezielte Beobachtungen am Bienenstand sollen die Sentinel-Imkereien das Auftreten dieser exotischen Bienenschädlinge in einem frühen Stadium erkennen. Diese Daten werden von den Sentinel-Imkereien regelmäßig im Internet aktualisiert. Bei Auftreten eines der beiden exotischen Schädlinge greift ein mit den Veterinärbehörden abgestimmter Massnahmenkatalog.

Die Projektleitung hat Dr. Stefan Berg und der Projektbeauftragte ist Dr. Nicole Höcherl.