Die Seite für unsere Imker

Informationen / Meldungen / Mitteilungen

____________________________________________________________________

Jahresmarkierung Bienenkönigin 2017 ist gelb

Von Kopf bis Fuß auf Bienen eingestellt

Mutproben sind nicht nötig am Bienenstand

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg - zweckmäßige Arbeitskleidung schützt nicht nur vor Stichen, sondern auch vor Verschmutzung.

Eine zweckmäßige Arbeitskleidung schützt nicht nur vor Stichen, sondern auch vor Verschmutzung. Vor allem Propolis verursacht hartnäckige Flecken. Als besonders bienendicht haben sich Baumwollblusen erwiesen, deren Hauben mit einem Reißverschluss fest verbunden werden. Hat man gerade wenig mit den Bienen direkt zu tun, kann der Reissverschluss halb aufgezogen und die Haube nach hinten weggeklappt werden. Eine Hose aus dem gleichen Material ergänzt das Ganze u einer zweckmäßigen Kombination. Trägt man dazu ein Paar Stiefel, ist die stichfeste Ausrüstung fast perfekt. Profis bevorzugen meist einen einteiligen Imker-Overall. Passende Hauben und Schleier bietet der Handel zuhauf an. Entscheidend ist der richtige Augenabstand zum Gitter, das im Gesichtsfeld nicht geknickt sein darf.

Da niemand gerne in Kunststoff- oder Gummihandschuhen arbeitet, haben sich solche aus Leder mit langen Stollstulpen weitgehend durchgesetzt. Wer nicht zu sparsam ist, bekommt im Fachhandel auch passable Qualitäten angeboten. Wer sich eher vor Propolis als vor Stichen schützen will, verwendet gebräuchliche Arbeitshandschuhe. Sie eignen sich auch für gröbere Arbeiten, z.B. zur Wanderung, besser als die empfindlicheren Imkerhandschuhe.

Imker bekommen mehr Geld

Zuschüsse für Medikamente und Dispenser

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Weil ab 2017 die EU-Förderung wegfällt, gewährt der Landkreis den Imker-Kreisverbänden Amberg und Sulzbach-Rosenberg einen höheren Zuschuss für Bienenarzneimittel und Dispenser/Verdunster (für Ameisensäure zur Varroabekämpfung). Der Kreisausschuss stimmte für einen Zuschuss in Höhe von zwei Euro pro Applikator (was rund 600 Euro insgesamt hinauslaufen dürfte) sowie für einen von 25 auf 50 Prozent gesteigerten jährlichen Zuschuss für die Behandlungsmittel (dann rund 5000 Euro). Außerdem soll zusammen mit der Stadt Amberg die Neuauflage der Broschüre "Honig aus dem Amberg-Sulzbacher-Land" finanziert werden.   

Imkerliche Gebäude

Was ist beim Bau zu beachten?

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Wer mit der Bienenhaltung beginnt, braucht sich nicht zwingend Gedanken um ein Bienenhaus zu machen. Man kann sehr gut ohne ein solches starten - auch langfristig imkern. Vielfach zeigt sich, dass ein Bienenhaus zur Unterbringung von Völkern nicht benötigt wird oder in der ursprünglich gedachten Form nicht zweckdienlich ist. Diese zweite feste Behausung, neben den Bienenkästen, verschlingt zudem ein Mehrfaches an Geld. Insofern können billig erworbene alte Beuten, wenn diese nur in Bienenhäusern aufgestellt werden können, letztendlich teuer kommen!

Auch kann man am Bienenstand einen zweiten Freiständer als Materiallager nutzen. Als Magazinimker lassen sich fertig vorbereitete Aufsetzzargen auch im Freien bereithalten - allerdings abgedeckt, bienendicht verschlossen und schattig gestellt.

Letztlich ist festzustellen, dass man als Anfänger und ohne die entsprechende Völkerzahl die erforderliche Baugenehmigung erst gar nicht bekommt.

Gebäude im Bebaungsgebiet

Wenn man sich entschließt, ein Bienenhaus oder eine Gerätehütte zu errichten, so ist dies innerhalb von Ortslagen relativ einfach. In vielen Bundesländern genügt eine Bauanzeige. Da diese Bauvorschriften und Nachbarschaftsrecht von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen, ist es unbedingt ratsam, beim zuständigen Bauamt nachzufragen.  

Wer darf im Außenbereich bauen?

Landwirtschaftliche Erwerbsbetriebe, also auch Erwerbsimkerein, können eine Baugenehmigung im Außenbereich erhalten. Imkereien ab 10-12 Völkern ebenfalls, da nach der Rechstauffassung Stände ab diesen Völkerzahlen Nahrunsquellen im Außenbereich benötigen, Belästigungen im Innenbereich vermieden werden sollen und die positive Auswirkung der Bestäubungstätigkeit im Außenbereich vordringlich ist. (BauG§35(1)1 bzw.4)

Es ist grundsätzlich immer eine naturschutzrechtliche Eingriffsgenehmigung erforderlich, und folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Für die Errichtung eines Bienenhauses muss der betreffende "Betrieb" mit einer ausreichenden Völkerzahl und mit allen dazu erforderlichen Materialen ausgestattet sowie auf Dauerhaftigkeit ausgelegt sein.
  • Der Imker muss entsprechende Fähigkeiten zur "Betriebsführung" nachweisen. Wirtschaftliches Handeln, zweckgerichtete Arbeitstechniken, Fachwissen und die Bereitschaft zur Fortbildung müssen erkennbar sein.
  • Das Gebäude muss fachlich und/oder aus persönlichen Gründen erforderlich sein, darf also nicht der Bequemlichkeit dienen.

Vorsicht beim Kauf eines Grundstücks mit darauf befindlicher "Hütte zur Bienenhaltung": Oft sind die vorhandenen Hütten nicht genehmigt bzw. nicht genehmigungsfähig, oder es wir ein neuer Antrag erforderlich. Die Folge: lange Instanzwege, Abrissverfügung und somit finazielle Belastung.

Gut geraucht ist halb geimkert

Zum Qualmen bringen lässt sich viel, aber nicht alles ist optimal

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

"Rauch beruhigt die Bienen", meint der Imker, wenn er qualmend an seinen Bienen werkelt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Zunächst ist hier ein Urinstinkt im Spiel, er signalisiert den Bienen: "Achtung - der Wald brennt!" Sofort stürzt sich alles aufs Futter und tankt Vorrat, denn die Zukunft ist ungewiss. Der Instinkt bewirkt bei unseren friedlichen europäischen Rassen nur das "Volltanken". Mit vollem Bauch sind sie zufriedener und lassen mehr über sich ergehen.

Zum Qualmen bringen lässt sich viel, aber nicht alles ist optimal. Es gibt Rauchmaterial zum direkten Anzünden, wie z.B. Jute oder Wellpappe. Anderes erfordert einen Zünder. Das können Stücke von Eierkartons sein oder spezielle Zündwürfel, die der Fachhandel anbietet, die sich aber auch selbst herstellen lassen. 

Beim Brennmaterial hat jeder Imker seine Vorlieben. Oft gilt: Hauptsache, es qualmt! Allerdings gibt es besonders unangenehme Raucharten, wie z.B. von Wellpappe. Auch Holz riecht scharf, entwickelt zudem hohe Temperaturen, so dass der Smoker mit der Zeit durchglüht. Erst verrottetes verliert die beißenden Reizstoffe. Spezielles Holzmehl, das zum Räuchern von Fisch im Fachhandel angeboten wird, ist angenehmer. Tabak sollte man nicht verwenden, da er die Bienen narkotisiert. Das ist besonders ärgerlich, wenn man sie, etwa zur Kunstschwarmbildung, durch ein Absperrgitter treiben will.   

Wer ohne Rauch an die Völker geht, handel fahrlässig - schadet sich und den Bienen. Wenn´s dumm läuft, bekommt er die Angreifer nicht mehr gebändigt. Wer dagegen gleich beherzt kräftige Rauchstöße gibt, bekommt meist ohne Schutzkleidung aus. Aber bitte, nur wohl dosiert rauchen! Sonst schadet es dem Honig, denn er nimmt den Rauchgeschmack an oder wird durch Rußpartikel verunreinigt.

Wie viele Imker haben schon ihr Bienenhaus oder den Wald in Brand gesteckt, nur weil sie den Raucher unachtsam gelöscht haben? Das Sicherste ist, mit je einem Grasbüschel oder Korken die Zu- und Abfuhr der Luft zu verstopfen.

Waben aus Paraffin im Handel!

Mittelwände aus 100% Paraffin im Handel - Strafanzeige wurde gestellt

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg - Mittelwände aus reinem Bienenwachs. Imker müssen jetzt wachsam sein.

In letzter Zeit sind verstärkt Klagen über zusammengeschrumpfte, zusammengebrochene frisch ausgebaute Waben, vor allem im Honigraum, gemeldet worden.

Nachweislich schuld daran sind Mittelwände, die laut Bericht eines Untersuchungslabors aus 100% Paraffin, ohne eine Spur Bienenwachs bestehen. Vermutlich handelt es sich um Mittelwände, die im Frühjahr 2016 produziert und über verschiedene Händler ausgeliefert wurden.

Die Fachinstitute sind informiert und es wurde bereits Strafanzeige gestellt. Die die Ermittlungen laufen.

Was für die Imker wichtig ist: Wir müssen unbedingt vermeiden, dass dieses 100% Paraffin in sauberes Bienenwachs für unsere Mittelwände eingemischt wird.

Wenn Sie in Ihrem Wachs solche geschilderten Fälle entdecken,

• vermeiden Sie alles, was dazu führt, dass die Waben in den allgemeinen Wachskreislauf gelangen.

• schmelzen Sie deshalb Wachs aus Naturbau (Drohnenrahmen), Deckelwachs und Altwabenwachs getrennt und markieren Sie die Wachsblöcke entsprechend.

• melden Sie sich bitte unter der Adresse: wachsproblem(at)t-online.de um das Ausmaß des Schadens abschätzen zu können.

Über eine Rücknahme oder Schadensersatz kann allerdings erst nach Abschluss der Ermittlungen und Feststellung der Größe des Schadens verhandelt werden.

Helfen Sie alle mit, den Wachskreislauf sauber zu halten bzw. wieder sauber zu bekommen. Wir alle sind dafür verantwortlich, dass unser Wachs, egal von welchem Produzenten, ohne Paraffinbeimischungen über den Ladentisch geht.

Bitte geben Sie diese Informationen an Ihre evtl. ahnungslosen Imkerkollegen weiter, die von diesen betrügerischen Machenschaften nichts wissen und deshalb die oben geschilderten Vorsorgemaßnahmen nicht beherzigen können.

Was ist Paraffin?

Kaum vorstellbar, aber Kerzen, Kaugummis, Kosmetik, Putzmittel, Süßigkeiten und Schuhcremes haben einen gemeinsamen Inhaltstoff: Paraffin, ein Abfallprodukt aus der Erdölindustrie. Das beliebte Produkt ist zwar günstig und vielseitig, hat jedoch auch negative Seiten. Zentraler Kritikpunkt ist, dass für die Herstellung von Paraffin der fossile Brennstoff Erdöl verbraucht wird. Auch für die Gesundheit ist Paraffin nicht unbedingt förderlich. Besonders bei der Verbrennung – wie beispielsweise in Kerzen mit Paraffinwachs – entstehen giftige Gase, die sogar Krebs erregen können.

Hinweise zur Einsendung von Honigproben

Tipps und Informationen zur Honiganalyse

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Damit der Imker über die Qualität seines Honigs Bescheid weiß, sollte er ihn regelmäßig labortechnisch überprüfen lassen. Zu diesen Untersuchungskosten können staatliche Zuschüsse im Rahmen des Förderprogramms der Imkerei durch die Europäische Union und das Land Bayern beantragt werden.

Untersuchungen zur Sorte, Honigqualität und Vollanalyse finden bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim statt. Die Untersuchungen für Pestizide, Bienenarzneimittel und Neonicotinoide mach das Labor des Tiergesundheitsdienst Bayern e.V.

Hinweise zur Einsendung von Honigproben

Für wen ist diese Förderung interessant?

Die Fördermaßnahme richtet sich an alle bayerischen Imker, die ihren Honig auf Qualität, Sorte und Rückstände untersuchen lassen wollen. Interessierte Imker erhalten über ihren Landesverband einen Berechtigungsschein, mit dem sie einen Zuschuss beantragen können.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Untersuchungen zur Qualitäts- und Sortenbestimmung (Wassergehalt, Invertasegehalt, HMF-Wert, Pollenanalyse) sowie die Untersuchung von Honig auf Rückstände.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Erstattet werden 75 % der Aufwendungen (ohne MwSt.)

Wie werden die Zuschüsse beantragt?

Folgende Unterlagen sind bis zum 04. Juli beim Imker-Landesverband einzureichen:

Berechtigungsschein (ein Schein je Untersuchung)

Rechnung über die entstandenen Analysekosten

Kopie des Kontoauszugs mit entsprechender Zahlung

Die neuen Förderformulare für 2017 werden derzeit erstellt.

Merkblatt zur Honiganalyse

Was tun gegen Wachsmotten?

Mit Schwefel und Feuer den Motten das Leben versauern

Eine befallene Wabe mit Wachsmotten

Die "Große Wachsmotte" bedroht während der warmen Jahreszeit ständig den Wabenvorrat. Es beginnt mit einem kleinen Gespinst in einer Wabe (siehe Bild), das man leicht übersieht. Aber schon in wenigen warmen Wochen kann es sich über den ganzen Wabenvorrat ausbreiten.

Durch ihre ungeheure Gefräßigkeit (Tagesration bis 50% ihres Körpergewichts) leisten die Larven ganze Arbeit. Übrig bleiben die von den Kokons zusammengebackenen Magazine und Rähmchen, aus denen ein Schwarm Falter und ein übler Gestank entweicht.

Wachsmotten haben es eigentlich nicht auf Wachs, sondern auf die eiweißhaltigen Pollen und Brutrückstände (Puppengespinst, Larvenkot) abgesehen. Nach der temperaturabhängigen Entwicklungszeit spinnen sich die Wachsmotten in einem 2cm langen, weißen Kokon, den sie so fest in das Holz eingraben können, dass auffallende Vertiefungen entstehen. 

Zugluft und Kühle lieben Motten gar nicht!

Vorratswaben müssen mottendicht aufbewahrt werden. Das kann ein Wabenschrank oder ein Magazinstapel sein. Da sich Wachsmotten bei Zugluft nicht entwickeln, sollte man den Magazinstapel mit Gitterboden und -deckel zu versehen. Durch die Kaminwirkung entsteht eine stete Luftbewegung die gefördert wird, wenn man in jede Zarge eine oder zwei Waben wenigen einhängt. 

Den Motten das Leben versauern

Bewährt hat sich die Verdunstung von 60% Essigsäure, die aber nur gegen Motteneier und Falter gut wirkt. Nebenbei tötet sie baer auch Nosemasporen ab. Auch die bei der Varroabekämpfung empfohlene 60% Ameisensäure hat eine ähnliche Wirkung. Am besten verdunstet man die Säuren mit getränkten Schwammtüchern, die man zwischen jede zweite Zarge und oben auf den Wabenstapel legt, der unten und oben gut verschlossen wird. Die Stapel sollten nicht zu hoch gestapelt und jederzeit zur Kontrolle und Nachbehandlung zugänglich sein. Je Zarge sind etwa 30ml Essigsäure oder 12ml Ameisensäure notwendig. Ist die Säure verdampft und können wieder Motteneier abgelegt werden, beginnt es bei hohen Temperaturen im Wabenlager schnell wieder zu krappeln und zu zappeln. Daher unbedingt regelmäßig kontrollieren und notfalls nachbehandeln.

Mit Schwefel und Feuer

Die durchschlagendste Wirkung hat immer noch der Schwefel. Er kann als Schwefelstreifen in einer speziellen Dose abgebrannt werden, die man in einem Leerraum über den Waben abstellt. Man rechnet je Zarge etwa ein Viertel Streifen. Da die Motteneier die Schwefelbegasung überleben, ist nach drei Wochen eine Nachbehandlung erforderlich. Eine weitere Wiederholung  reicht dann oft für den Rest des Jahres. Schwefel ist leicht flüchtig und bis zum kommenden Jahr meist verflogen. Dennoch sollte man darauf achten, die ältesten Waben immer zuerst zu verwenden. Bleiben sie jahrelang im Wabenvorrat, summieren sich die Schwefelrückstände, besonders, wenn sich Futter- oder Honigreste darauf befinden, so weit, dass sie die Bienen schädigen können.    

Wabenpflege - PDF-Datei

Immer wieder Ärger mit dem MHD

Mindesthaltbarkeitsdatum für Imker oft ein Problem

Bild:D.I.B.

Mit dem Erlass der neuen Honigverordnung vom 16.1.2004 wurde die Honigkennzeichnung neu geregelt. Sie richtet sich nach §3 Honig V und in Verbindung dazu nach der geänderten Lebensmittelkennzeichnungsverordnung. Für Honig ist damit seit dem 1. August 2004 ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Fertigverpackung anzugeben. Das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels ist das Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält. Es ist nicht mit einem Verfalls-, letzten Verzehr- oder Verkaufsdatum gleich zu setzen. So kann Honig auch nach Ablauf des Mindeshaltbarkeitsdatums durchaus verkehrsfähig sein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Das MHD kann laut §7 Absatz 3 der LMKV in verschiedenen Formen angebracht werden:

Die Angabe des Mindeshaltbarkeitsdatums muss in ( Tag,Monat,Jahr ) angegeben werden. Wichtig ist dabei die richtige Wortwahl vorangestellt wird:

  • mindestens haltbar bis bzw.
  • mindestens haltbar bis Ende

Die Entscheidung über das zu wählende Mindeshaltbarkeitsdatum liegt allein im Verantwortungsbereich des Imkers. 

Honig ist im Allgemeinen bei sachgerechter Lagerung über mehrere Jahre haltbar, d.h. er behält seine spezifischen Eigenschaften für einen längeren Zeitraum. Um sicher zu gehen, wird seitens des D.I.B. für Honig eine Mindeshaltbarkeitszeitspanne von zwei Jahren empfohlen. Die Frist sollte mit dem Zeitpunkt des Abfüllens beginnen.  

Honigverordnung

 

Ablegerbildung - eine Grundsäule der modernen Imkerei

Keine Notlösung wählen

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Bestandsverjüngung durch Ableger heißt die Devise einer modernen Imkerei. Dennoch wechseln immer noch Imker ihre alte Königinnen gegen neue aus. Dieses "Umweiseln" geht oft schief, d.h. am Ende fehlt die Königin oder erleidet Schaden, weil sie nicht gleich akzeptiert wurde. Besser ist es, wenn eine junge Königin ihr eigenes Völkchen aufbaut. Dies schafft eine klare Trennung zwischen Wirtschaftsvölkern mit alten Königinnen, dunklerem Wabenwerk und hohem Varroabefall und den gesunden Jungvölkern auf überwiegend jungem Bau.

Es ist ganz einfach, ein Bienenvolk zu vermehren. Das funktioniert wie bei einer Teilung von Pflanzen: Man nimmt ganz gezielt Bienen und Brutwaben auf voll entwickelten Völkern, wobei jeder neue Teile ohne Königin jüngste Brut haben muss - den Rest erledigen die Bienen fast von alleine.

Am besten hat sich ein sogenannter 5-Waben-Ableger bewährt. Dazu wird folgendes gemacht.

  • eine offene Brutwabe mit Stiften
  • eine geschlossene Brutwabe
  • eine Futterwabe
  • und zwei Leerwaben

Nach 9 Tagen haben die Bienen aus einigen Arbeiterinnenbrutzellen sogenannte Nachschaffungszellen gebaut. Sie stehen im Gegensatz zu Schwarmzellen meist mitten auf der Wabe, da junge Arbeiterinnenlarven mit Königinnenfuttersaft zu Königinnen "umprogrammiert" und aufgezogen werden.

Nach insgesamt 30 bis 40 Tagen sind die Jungvölker reif zur Erweiterung bzw. zum Umlogieren.

Steuern und Bienen

Gewinne aus der Imkerei zählen steuerlich zu Einnahmen

Die steuerliche Gewinnermittlung erfolgt im Regelfall bis 70 Völker durch Pauschalen, über 70 Völker wird der Gewinn einzelbetrieblich errechnet.

Liegen keine weiteren landwirtschaftlichen Einkünfte vor, beträgt der steuerliche Gewinn aus einer typischen Imkerei. Beispiel:

  • bis 30 Völker - 0€ (pauschal)
  • 31-70 Völker - 1000€ (pauschal)
  • über 70 Völker - Einnahmen der Imkerei abzüglich der Werbekosten.

Diese Grenzen wurden erstmalig festgeschrieben und sind ab 1.1.2016 anzuwenden.

Es bleibt einem Imker weiterhin unbenommen, auch bei einer niedrigeren Völkerzahl, eine Gewinnermittlung als Einnahmeüberschussrechnung zu erstellen.

Weitere Informationen unter: Einkommensteuer

Drohnen schneiden mit System

Wer jetzt die Drohnenrahmen richtig platziert und regelmäßig ausschneidet, kann die Varroamilben um die Hälfte reduzieren

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Durch die wachsende Zahl der schlüpfenden Jungbienen erwacht zunehmend der Bautrieb. Zusätzlich wollen die Bienenvölker mit der Aufzucht der Drohnen beginnen. Deshalb wird ab Mitte April ein Drohnenrahmen gegeben. Dies ist im einfachsten Fall ein leeres Rähmchen, dass am Rand vom Brutnest eingehängt wird. Sobald das Rähmchen ausgebaut und in den Zellen sich Drohnenbrut befindet und verdeckelt ist, wird der Drohnenbau ausgeschnitten. Diese Entnahme der gedeckelten Drohnenbrut bremst die Entwicklung der Varroamilbe bereits früh im Jahr.

Tipps zum Drohnenrahmen

Der Buchtipp: Varroose - erkennen und und erfolgreich bekämpfen

Weitere Tipps und Informationen auf der Seite des Gesundheitswarts

Neue Honigetiketten Verordnungen

Neue Rechtsvorschriften zur Honigetikettierung im DIB Glas und Neutralglas

Bei der Honigetikettierung gibt es neue Rechtsvorschriften. Diese sind gültig für die Vermarktung im DIB Glas, sowie auch im Neutralglas.

Die derzeit im Umlauf vorhandenen Etiketten sind noch gültig. Doch bei Neubestellungen der Etiketten sind folgende Änderungen zu beachten.

 

Zulässige Abweichungen

Beim Befüllen der Honiggläser ist folgendes zu beachten. 

Beim 500g Glas ist eine Abweichung der Füllmenge von 3% erlaubt, also 485g, aber nur, wenn dies durch andere Gläser wieder ausgeglichen wird. Minusabweichung bei max 2% der Gläser. Bei einem 2,5kg Eimer ist eine Abweichung von 1,5% erlaubt.  

Forderung des Gesetzgebers

Die Verkehrsbezeichnung regelt den genauen Schriftlaut am Etikett. Folgende Begriffe sind erlaubt: Blüten- oder Nektarhonig, Honigtauhonig, Tropfhonig, Schleuderhonig, Presshonig oder nur "Honig". Ebenso die Begriffe wie, Wabenhonig oder Scheibenhonig, Honig in Wabenteilen, Wabenstücke im Honig, Gefilterter Honig und Backhonig.

Neu ist, dass ab sofort auch die Bezeichnung: "Ursprungsland Deutschland", angegeben werden muss. Beim Etikett des DIB ist die Bezeichnung "Echter Deutscher Honig" gültig.

Desweiteren können Zusatzangaben gemacht werden nach der Honigverordnung + Lebensmittelbuch wie,

  • Botanische Sorte: z.B. Sonnenblumenhonig
  • Region: z.B.Honig aus der Oberpfalz
  • Qualitätsangabe: feine Auslese, Premium oder Auslese
  • Erntezeitpunkt: Sommertracht / Sommerblüte
  • Mischung botanischer Sorten: Mischung aus Akazien und Lindenhonig
  • Erzeugerhinweis: ...aus eigener Imkerei

Die Qualitätsangabe Premium, Auslese oder feine Auslese ist ebenfalls neu. Allerdings muss hierzu der Honig untersucht werden da er bestimmte HMF-Werte und Invertase-Werte aufführen muss.

Bei Auslese ist der HMF Wert höchstens 15ppm und Invertase bei 60U/kg

Bei Premium oder feine Auslese ist der HMF Wert bei höchstens 10ppm und die Invertase bei mindestens 85 U/kg. 

Neu ist auch beim DIB Etikett, dass die Losnummer mit dem Kennzeichen "L" entfällt. Es gibt ab sofort nur noch eine Kontrollnummer mit einem "QE" Kennzeichen. Voraussetzung dafür ist aber ein taggenaues Mindesthaltbarkeitsdatum in der Form von TTMMJJ.

Die vorgegebene Schriftgröße beim 500g Glas ist 4mm.

Neu ist auch, dass im Feld der Kontrollnummer beim DIB Etikett, der Regionhinweis eingetragen werden kann, sowie auch das Biosiegel Hoheitszeichen "GQ". Auch die Bezeichnung wie Premium oder Auslese darf in dieses Feld.

Neu ist auch, dass die Imker auf Wunsch ( Aufpreis ) einen EAN Code eindrucken können beim DIB Etikett. Dies ist für Imker interessant, die ihre Gläser im Supermarkt zum Verkauf haben.

Mischungen von Honig mit anderen Produkten

Einige Imker bieten Honige mit verschiedenen Gewürzmischungen an. Hier wird es problematisch. Hier schreibt der Gesetzgeber eine "Kennzeichnungsverordnung" vor. Hier wird dann eine Zutatenliste ( in abnehmenden Mengenanteilen ) am Etikett erforderlich. Es dürfen hier nur weniger als 2% vom Endprodukt enthalten sein. Die Angabe Enthält.... ist möglich. Mischungen mit Früchten ist sehr schwierig, da hier das Mindesthaltbarkeitsdatum zu beachten ist. Auch die Bezeichnung am Honigglas ist nicht einfach, denn das Wort "Honig",  muss in den Hintergrund treten.

Sollten Imker dennoch Honige mit Mischungen anbieten, ist aus Sicherheit die zuständige Lebensmittelbehörde zu informieren.

Hinweis auf Mehrwegglas

Neu ist auch auf dem DIB Etikett der Hinweis "Mehrwegglas". Nach der Verpackungsverordnung muss jede Verpackung, die in den Verkehr gebracht wird lizensiert sein ( Duales System ). Es ist kein Aufdruck des grünen Punktes erforderlich. Das ist allerdings für Imker die in Neutralgläser ihren Honig vermarkten ein schwieriger Punkt. Den im Grunde sind diese Gläser auch im Rücklauf. Hier ist zu empfehlen den Hinweis zu geben, "Glas zurück zum Imker".

Ausgenommen sind hier Mehrwegverpackungen, wie das DIB Glas. Diese müssen für eine wiederholte Befüllung geeignet und eindeutig als Mehrwegverpackung gekennzeichnet sein.  Die Rückgabe der Gläser muss regelmäßig angeboten werden. Ein Pfand muss dafür nicht erhoben werden.

Die App für Bienenfreunde

Mit der kostenlosen Bienen-App des BMELV über Bienen informieren

Quelle: BMELV

Bienen brauchen blühende Pflanzen. Der süße Nektar ist ihr Grundnahrungsmittel. Während die Bienen von einer Blüte zur nächsten fliegen, verteilen Sie die Pollen auf den Blüten. Bienen sind für unser Ökosystem unverzichtbar. Das Bundesamt für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMLEV) setzt sich für die Bienen und ihren Lebensraum ein. Mit der Bienen-App kann nun jeder selbst auf seinem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten Blühpflanzen anpflanzen, die besonders bienenfreundlich sind. Die App verfügt über 100 bienenfreundliche Pflanzen. Die App verfügt außerdem viel Hintergrundwissen über Honigbienen, Wildbienen oder Wespen.

DOWNLOAD

App für iOS im App-Store

App für Android bei GooglePlay

Meldung von Bienenvölker an das Veterinäramt

Imker sind verpflichtet Ihre Bienenvölker zu melden

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Nach §1a der Bienenseuchenverordnung, ist jeder verpflichtet der Bienen halten will, spätestens bei Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde unter Angabe der Anzahl der Bienenvölker und ihres Standortes anzuzeigen. Die zuständige Behörde erfasst die angezeigten Bienenhaltungen unter Erteilung einer Registriernummer und legt hierüber ein Register an.

Der Verein meldet keine Bienenvölker an das zuständige Veterinäramt.

Für die Sulzbach-Rosenberger Imker ist das Veterinäramt Amberg-Sulzbach zuständig. Eine Mail ist ausreichend. Adresse:  veterinaeramt(at)amberg-sulzbach.de

oder über das Formular Bienenhaltung