Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die schöpferischen Geister und Bienen die anderen, die daraus Honig sammeln.

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Die Pflanzendatenbank

Pflanzen - die wichtigsten 1600 Pflanzenarten in Natur und Garten.

Zur Datenbank

Die Trachtpflanzen

Bei uns erhalten Sie Arbeitsblätter mit Beschreibungen, Aufgaben und Lösungen zu vielen Trachtpflanzen.

Informieren Sie sich unter der Rubrik: Schule und Bienen/Trachtpflanzen

Baumbestimmung leicht gemacht

Die Online-Datenbank für Bäume und Sträucher

Baumkunde

Das Bestäubungshandbuch

für Gärtner, Landwirte und Imker

Das Bestäubungshandbuch - PDF Datei

Der Gartentipp

Informationen vom Obst- und Gartenbauverein Sulzbach-Rosenberg

Der besondere Schnitt von Pfirsichbäumen

Der Pfirsich ist ein Baum, der Wuchshöhen von 1 bis 8 Meter erreicht. Seine Zweige sind gerade und kahl. Junge Zweige sind auf der Sonnenseite rot und auf der von der Sonne abgewandten Seite grün.Die Langtriebe besitzen eine Endknospe. 

Pfirsiche unterliegen einer natürlichen Anregung und benötigen daher mehrere hundert Stunden Winterkälte. Anderseits kann die frühe Blüte ( in Westeuropa schon im März ) von Spätfrösten in Mitleidenschaft gezogen werden. Winterregen begünstigt den Pilzbefall, weswegen Pfirsiche in Europa kaum ohne Fungizideinsatz angebaut werden. 

Pfirsiche benötigen regelmäßigen Rückschnitt, da sie sonst von innen verkahlen. Die Pfirsichbäume werden deshalb in der Blüte oder kurz danach stark zurückgeschnitten, damit der Baum möglichst viele neue Triebe für das neue Jahr treiben kann, an denen die neue Blüten entstehen können.

Die Schnittanleitung für den Pfirsichbaum

Bild 1 vor dem Schnitt - Bild 2 nach dem Schnitt
"wahrer Fruchttrieb" mit 2 Blütenknospen und einem Fruchttrieb
"falscher Fruchttrieb" mit nur einer Blütenknospe

Der richtige Obstbaumschnitt

Mit wenig Schnitten viel erreichen - vom richtigen Obstbaumschnitt profitieren auch die Bienen.

Wird ein Baum in unbelaubten Zustand z.B. im Frühjahr vor dem Austrieb geschnitten, produziert er in erste Linie Holz, das heißt, er wird zum Wachsen angeregt. Wie man die Obstbäume richtig schneidet wird vom Obst- und Gartenbauverein aus Sulzbach-Rosenberg erklärt. Informieren Sie sich über Blütenschnitt und Sommerschnitt. Denn nur bei einer richtigen Baumpflege, profitieren auch die Bienen bei der Bestäubung. Ebenso erhalten Sie weitere Informationen über die Bedeutung der Unterlagen bei Obstbäumen. Eine richtige Unterlage ist bei der Entwicklung von Obstbäumen entscheidend.

Merkblatt - Baumschnitt

Merkblatt - Die Bedeutung der Unterlage bei Obstbäumen 

Weitere Informationen erhalten Sie auch vom Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Sulzbach-Rosenberg, Gerhard Hirt. Email: gerhard-elke.hirt(at)t-online.de

 

Pimpernuss - eine vergessene Pflanze

Eine vielseitige Bienen-Schatzkammer für den Garten

Der Blütenstand der Pimpernuss

Die Gemeine Pimpernuss Staphylea pinnata, auch Klappernuss genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Pimpernussgewächse gehört.

Die Gemeine Pimpernuss wächst als sommergrüner Strauch mit Wuchshöhen von meist 1 bis 3 Meter oder seltener als kleiner Baum. Die Blüten sind in hängenden, rispigen Blüten zusammengefasst. Die fünf gelblich weißen Kornblätter neigen sich glockenförmig zusammen. 

Die Gemeine Pimpernuss gedeiht an Hängen und Waldrändern, in krautreichen Buchen-, Ahorn-, oder Eichenwäldern. In Deutschland gibt es nur noch wenige Standorte. Die Gemeine Pimpernuss ist selten geworden und steht unter Naturschutz. Die Pflanze gilt auch als Schatzkammer für Bienen mit ihrem reichhaltigen Nektar in den Blüten.

Die langen Blütentrauben können zu einer Süßigkeit kandiert werden. In den imposanten Blasenfrüchten sitzen kleine Nüsschen, die wie Haselnüsse aussehen und ähnlich wie Pistazien schmecken. Bekannt ist der daraus gewonnene Pimpernusslikör, der im Bayerischen Wald hergestellt wird.  

Die getrockneten Samen der Pflanze, die auch gefärbt werden können, benutzte man früher zur Herstellung von Schmuck, vor allem von Ketten, zum Teil auch von Rosenkränzen.

Der Schweizer Botaniker Gustav Hegi (1876-1932) beschreibt in seiner "Illustrierten Flora von Mitteleuropa" ( 1906) auch einen keltischen Brauch, wonach es anscheinend üblich war, Pimpernuss-Sträucher auf den Gräbern zu Pflanzen. Auch wenn letztendlich die Beweise für die Theorie fehlen könnten daher die deutschen Bezeichnungen "Todtenkopfbaum" und Todtenköpfli" für die Pimpernuss stammen. Trotzdem ist es eher wahrscheinlich, dass sich diese Namen vielmehr auf die Gestalt der Samen beziehen - die anstelle der Kerne ähnelt einer abgeschnittenen Nase bzw. die Nase eines Totenschädels. Dazu passt auch eine Legende aus der Gegend von Steyr (Oberösterreich), wonach sich Nonnen die Nasen abschnitten um sich vor der Schändung durch angreifende Feinde zu schützen. Sie vergruben ihre abgeschnittenen Nasenspitzen und daraus wuchsen der Sage nach Pimpernuss-Sträucher. 

Die Pimpernuss

Pimpernuss Baumschule

Pimpernuss - online Pflanzenversand 

TrachtNet: Blühphasen-Monitoring

Sie finden hier die Möglichkeit spontane Beobachtungen mit Angabe des jeweiligen Pflanzenstandortes einzugeben. Zusätzlich kann dort ein Link zur Übermittlung mittels Smartphone direkt aus der Natur geladen werden.

zum Link: TrachtNet Blühphasen-Monitoring

Baum des Jahres 2017

Die Fichte wurde zum Baum des Jahres 2017 gewählt

Seit 27 Jahren ruft Dr. Silvius Wodarz den Baum des Jahres aus. Doch die häufigste Baumart Deutschlands – die Fichte – war bisher nicht dabei. Warum das Kuratorium Baum des Jahres um diese Nadelbaumart einen Bogen schlug hat Gründe: die Fichte polarisiert. Für die einen ist sie der Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft, für die anderen der Inbegriff naturferner Monokulturen. „Man kann zur Fichte stehen wie man will – dennoch haben wir ihr einiges zu verdanken.“ sagt Wodarz „Die Fichte steht schon einige Zeit auf unserer Liste. Ich freue mich, dass wir 2017 über diesen ganz besonderen Jahresbaum diskutieren können.

Alle Infos sowie Schulungsunterlage zur Fichte finden Sie unter: Trachtpflanzen

Strahlend rot im Getreide

Der Klatschmohn ist die Blume des Jahres 2017

Mit der Wahl des Klatschmohns möchte die Loki Schmidt Stiftung auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildpflanzen aufmerksam machen und sich für die Förderung der bunten Vielfalt im Landbau einsetzen. Eine ganze Lebensgemeinschaft, die uns seit tausenden Jahren begleitet, droht zu verschwinden.

Die zwischen Getreidehalmen schimmernden, strahlend roten Blüten des Klatschmohns sind ein vertrauter Sommerbegleiter. Doch seine zarten Blüten sind heutzutage auf Äckern gar nicht mehr so häufig zu sehen. Zusammen mit vielen anderen Ackerwildpflanzen verschwindet der Klatschmohn allmählich aus seinem Lebensraum, der flächenmäßig zu den wichtigsten Ökosystemen in Deutschland zählt.

In den heutzutage sehr intensiv bewirtschafteten Äckern lebten ursprünglich rund 350 Pflanzenarten. Viele davon können heute als biologisches Erbe unserer Kulturgeschichte angesehen werden, weil sie sich im Laufe der Geschichte an die Landnutzungspraktiken angepasst haben. Durch moderne Technik und Spritzmittel wurden in den letzten Jahrzehnten viele Ackerwildpflanzen an den Rand des Aussterbens gedrängt.

Der beliebte Klatschmohn steht für viele andere bedrohte Ackerwildpflanzen und damit stellvertretend für den Verlust der bunten Vielfalt im Landbau. Während hoch spezialisierte Ackerwildkräuter wie die Kornrade aktuell fast ausgestorben sind, ist der bundesweit noch ungefährdete Klatschmohn ein Überlebenskünstler. Er stellt nur wenige Ansprüche an seine Umgebung. Wohl fühlt er sich an hellen, frischen und eher stickstoffreichen Standorten. Diese boten ihm einst unsere Getreideäcker. Obwohl der Klatschmohn dort einen starken Rückgang erlitten hat, überlebt er mittlerweile überwiegend auf Ausweichflächen wie zum Beispiel Brachen und Schuttplätzen. Auch in Gärten ist er an offenen Stellen häufig zu finden.

Schulungsunterlagen und Infoblätter zum Klatschmohn unter: Trachtpflanzen 

Blühende Landschaft -Infos

Pflanzaktion am Haselgraben

Ein einzigartiges Projekt bei dem sich der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg beteiligte

Bild: Andreas Royer - Beim Revier Sulzbach-Rosenberg liefen die Fäden zusammen. Unter Anleitung von sogenannten Forst-Paten halfen Schüler bei der Pflanzaktion kräftig mit. Als Belohnung gab es Honigbrote und Tee

Am Montag den 14. März trafen sich rund 70 Menschen aus verschiedenen Interessensgruppen, um ein Ziel gemeinsam zu verfolgen: Auf einer Waldfläche der Bürgerspitalstiftung Sulzbach-Rosenberg im Haselgraben sollte ein stufiger, struktur- und blütenreicher Waldrand mit Schwerpunkt auf einer hohen Attraktivität für Bienen angelegt werden.

Diesen "Aktionstag Waldnaturschutz" bezeichnete Forstdirektor Richard Schecklmann als Initiator und Vertreter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg als einmaliges Projekt in der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dabei werde mit Schülern aus den Imkergruppen der Jahn-, Pestalozzi- und Krötenseeschule sowie Probe-Imkern des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg ein Waldrand als Anschauungsobjekt angelegt. Vertreter verschiedener Interessensgruppen verwiesen dabei auf die Bedeutung eines intakten Waldmantels.

Schecklmann dankte zunächst Bürgermeister Michael Göth als Hausherrn für die Überlassung der rund 1500 Quadratmeter großen Borkenkäferfläche in Waldrandlage, wodurch der Bienenwald am Haselgraben erst möglich gemacht worden sei.

Nach Angaben des Försters bieten gerade blüten- und deckungsreiche Waldrandstrukturen für Insekten, insbesondere Bienen, sowie für Vögel und Kleintiere ein hervorragendes Habitat. Der Waldrand solle zudem in der Bildung für nachhaltige Entwicklung als praktisches Anschauungs- und Lernobjekt für Imkergruppen der örtlichen Schulen dienen. 

Vielfalt für die Honigbienen

Schon mit einfachen Mitteln können Waldbesitzer dazu beitragen, die Lebensbedingungen unserer Bienen deutlich zu verbessern

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Noch vor hundert Jahren war unsere Landschaft reich an vielfältigen Biotopstrukturen. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten - auch die Honigbiene - fanden somit optimale Lebensbedingungen vor. Wegen der zunehmenden Intensivierung der Landnutzung und einer damit verbundenen Verarmung unserer Landschaft gingen allerdings viele wertvolle Lebensräume verloren. Besonders gravierend ist die Verarmung der Feldflur, die auf die Globalisierung und den damit einhergehenden Konzentrationsprozess in der Landwirtschaft zurückzuführen ist. Auf Grund dieser Veränderung steht den Bienen vielerorts kein ausreichendes Nahrungsangebot mehr zur Verfügung. Tatsächlich stellen heute Ortsrandbereiche, ja sogar Städte, häufig bessere Bienenstandorte dar als die Landwirtschaftliche Flur.

Bienenförderliche Maßnahmen im Wald

Wegen ihrer vergleichsweise naturnahen Bewirtschaftung und Vielfalt sind Wälder ein an sich günstiger Lebensraum für die Honigbiene. Nichtsdestotrotz sind auch in unseren Wäldern die Nahrungsbedingungen für die Bienen nicht immer optimal. Dunkle, dichte Fichtenwälder beispielsweise beherbergen nur wenige für die Bienen relevante Trachtpflanzen und sind daher bei großflächigem Vorkommen aus Bienensicht weitgehend uninteressant. Durch die meis abrupten Übergänge zwischen Wald und Offenland fehlen vielerorts ferner die für die Bienen so interessanten Waldrandbereiche. Im Zuge einer naturgemäßen Waldbewirtschaftung gilt also, Strukturen zu schaffen, die den Bienen günstige Lebensbedingungen bieten.

Im Rahmen der Waldbewirtschaftung sollten auch Baumarten mit hohem Nektar- und Pollenangebot berücksichtigt werden. Die kann beispielsweise durch eine Pflanzung oder gezielte Pflegemaßnahmen erfolgen. Voraussetzung dabei ist, dass die Baumarten auch für den heweiligen Standort geeignet sind. Kombiniert man dabei Baumarten mit unterschiedlichen Blühzeitpunkten, kann ein kontinuierliches Trachtangebot sichergestellt werden. 

Eine Sonderstellung nehmen die verschiedenen Weidenarten ein. Die Weidenblüte stellt für die Bienenvölker die allererste Massentracht im Jahresverlauf dar und ist daher für das Überleben der Bienen von besonderer Bedeutung. Die Pollen der Weiden zählen zu den wertvollsten Bienen-Futterstoffen überhaupt. Der besondere Nährwert der Weidenpollen verschafft den Bienen nicht nur eine höhere Lebensdauer, sondern ist auch für die Brutaufzucht und die Wachserzeugung bedeutsam. Außerdem wird die Widerstandskraft gegenüber Krankheitserregern gestärkt. Da die Weiden somit zu den wichtigsten Trachtpflanzen unserer heimischen Bienen gehören, ist im Rahmen der Waldbewirtschaftung unbedingt darauf zu achten, Weiden in ausreichendem Umfang am Waldaufbau ( z.B. entlang von Wegen oder Bachläufen ) zu beteiligen. 

Bild: Andreas Royer - Weiden gehören zu den wichtigsten Trachtpflanzen der Honigbienen

Regelmäßige Durchforstungen sind eine wichtige Voraussetzung, um stabile, ertragreiche und gemischte Bestände zu schaffen. Aus der Bestandspflege resultieren aber nicht nur Vorteile für den Waldbesitzer, sondern auch für die Biene. Durch die Eingriffe im Kronenraum gelangt mehr Licht auf den Boden und es kann sich eine Reichhaltige Bodenvegetation entwickeln. Unter dem Bestandsschirm wachsen Hom-, Brom-, Heidel-, Preisel- und Walderdbeeren oder das heimische "Rühr-mich-nicht-an", die von den Bienen zur Nahrungssuche aufgesucht werden. Aus wildwachsenden Himbeeren können Bienen beispielsweise bis zu 80 Kilogramm Honig pro Hektar eintragen. Durchforstungen sorgen darüber hinaus auch dafür, dass die Bäume große und vitale Kronen ausbilden, was die Blütenbildung und damit die Nektar- und Pollenproduktion der Trachtbäume positiv beeinflusst.

Naturnahe und artenreiche Waldränder sind aus landeskultureller und waldbaulicher Sicht sinnvoll und beherbergen zahlreiche, für Bienen attraktive Pflanzenarten. Wo immer möglich, sollten bestehende Waldränder erhalten und gepflegt bzw. neue Waldränder geschaffen werden. 

Typische für Bienen interessante Vertreter von Waldinnenrändern sind Himmbeere, Brombeere, Wasserdost, nesselblättrige Glockenblume, Acker-Kratzdistel, Kanadische Goldrute oder das sich in den letzten Jahren stark ausbreitende Indische Springkraut.  

Damit Bienen da Nahrungsangebot im Wald auch nutzen können, ist es erforderlich, die Bienenvölker möglichst unmittelbar im Wald aufzustellen. Denn: Je weiter die Bienen zur Trachtquelle fliegen müssen, umso weniger tragen sie ein, da mehr Zucker als "Treibstoff" benötigt wird. Die Bienen können den Wald als Lebensraum also nur dann effektiv nutzen, wenn die Waldbesitzer den Imker geeignete Standorte für die Bienenaufstellung zur Verfügung stellen.

Quelle: Dr. Thoma Kudernatsch - Abteilung "Biodiversität, Naturschutz, Jagd" der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. LWF aktuell 91/2012

Der komplette Bericht zum Herunterladen: Vielfalt für die Honigbiene 

Der "Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch"

Die Gehölzneuheit im Bienengarten

Für Bienen und Hummeln ist der Strauch eine gute Nahrungsquelle.

Heptacodium miconioides, der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch ist ein Neuankömmling in unseren Gärten. Erst 1980 wurde die Pflanze im botanischen Garten von Hangzhou in der Provinz Zehijang in China für die europäischen Gärten entdeckt. 

Ihren malerischen Namen hat der Baum von den kleinen Blüten, bei denen oft sieben Stück zu einem Büschel zusammen gefasst sind, die zudem himmlisch duften. An der Form der Blüten und ihrem wunderbaren Duft kann man die Verwandschaft zu den Geissblattgewächsen erkennen.  

Die Farbe der Blüten ist ein leuchtendes weiß, ihre Fruchtstände präsentieren sich in purpurrosa. Die Blüten erscheinen einzeln ab Juni, kommen aber dann in großer Zahl im August und dauern bis Oktober an. Diese späte Blütezeit macht den Strauch besonders für die Bienen attraktiv, da um diese Jahreszeit die europäischen Laubgehölze nicht mehr blühen.  

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch ist ein halb-immergrüner Strauch der breit und aufrecht wächst. Er wird bis zu 4 Meter hoch. Sonnige und halbschattige Standorte sind von Vorteil. Die Pflanze ist absolut winterhart und robust und gedeiht in allen normalen Gartenböden. Am schönsten sind Standorte wo die Pflanze auffallen kann, denn sie entwickelt einen sehr ansprechenden und dichten Wuchs. Die Pflanze sollte nicht geschnitten werden, da sie so am besten ihren Habitus entfalten kann. Darüber hinaus muss an der Pflanze nichts unternommen werden, da sie sehr pflegeleicht ist.  

Ein sehr gutes Erkennungsmerkmal dieses Strauches ist die gelbbraun bis braune, sich abblätternde Rinde, die ihn auch im Winter unverwechselbar macht.

Das Blatt besitzt drei von der Basis ausgehende deutlich sichtbare Hauptnerven, von denen schwächer sichtbare Seitennerve abgehen. Im äusseren und oberen Bereich des Strauches falten sich die Blätter bei wärmeren Temperaturen kahnartig zusammen.

Herkunft

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch gehört zur Familie der Geissblattgewächse. Der Strauch ist in den Gebirgen Zentralchinas beheimatet. Heute kommt er an seinem natürlichen Standort sehr selten vor und steht aus diesem Grund  auf der "roten Liste" Chinas für seltene und bedrohte Pflanzen. Der seltsame Name "Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch" Heptacodium miconioides geht auf die kleinen, etwa einen Zentimeter großen Blüten zurück, die jeweils zu siebt beieinander stehen ( griechisch hepta = sieben, codium = Kopf )  

Arbeitsblatt

Ein Schlaraffenland für Bienen

Die Seidenblume - Asclepias syriaca

Die Gewöhnliche Seidenpflanze Asclepias syriaca ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse. Möchte man die Seidenpflanze im Garten ansiedeln, sollte man ihr ausreichend Platz anbieten. Die Bodenansprüche sind gering, bei humosem, lockeren und losen Boden ist mit einem zügigen Einwachsen zu rechnen. Alle Teile der Pflanze führen einen weißen Milchsaft, der giftig ist und bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen kann.   

Die faustgroßen Blütenstände bestehen aus 40 bis 100 Blütenstände. Für Bienen scheinen sie das Schlaraffenland zu verkörpern. Doch den Nektar bekommen die Bienen nicht ohne Gegenleistung. Die mit Klemmfallen versehenen Blüten lassen das Bein der Bienen erst wieder frei, wenn der Pollen sicher daran klebt. Dieses Spiel wiederholt sich von Blüte zu Blüte, bis jede bestäubt ist.

Die Pflanze gilt als Neophyt, die gerne verwildert und die heimische Vegetation verdrängt. Deshalb sollte man die Fruchtstände entfernen, bevor sie ausreifen können.  

Weitere Informationen beim Bayerischen Rundfunk "Querbeet"

FloraWeb: Daten- und Informationen über Wildpflanzen für Bienen

FloraWeb ist eine Initiative vom Bundesamt für Naturschutz und gibt Informationen über Pollen- und Nektarertrag sowie eine Pollenanalyse.

Bienenpflanzen

Der UV-Blumenkatalog oder Blumen aus der Sicht der Bienen

Wenn Sie wissen möchten, wie Bienen Blüten sehen, klicken Sie sich durch den UV-Blumenkatalog.

Wo stehen in Deutschland welche Gentechnik-Pflanzen

Derzeit wird in Deutschland die Gentechnik-Kartoffel Amflora kommerziell angebaut. Der Anbau des Gentechnik-Mais MON810 ist bis auf weiteres verboten. 

Wo wird Gentechnik angebaut?

www.risikoregister.de

www.greenpeace.de/gen-mais-karte

 

Naturwanderungen im Landkreis Amberg-Sulzbach

Unterwegs im Zauberwald - Orchideenweg Lichtenegg -

Geradzu sensationell ist das an manchen Standorten bei Lichtenegg und nächster Umgebung das Massenvorkommen von Orchideen. Wer kennt ihn nicht, den gelben Frauenschuh, der in lichten und kalkreichen Wäldern wächst?

 

Aufgenommen von Alexander Titz im Mai 2011

Die Wanderung in Lichtenegg. Zauberwald-Orchideenweg Nr. 34 bei Lichtenegg 

Wo liegt Lichtenegg: Lichtenegg oben auf dem Bayerischen Jura im Amberg-Sulzbacher Land und Frankenalb. Dort wo die Gemeinden Birgland, Pommelsbrunn und Weigendorf aufeinander treffen.

Touristinformation

Juradistl - Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura

Mit "Juradistl - Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura", soll die Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern umgesetzt werden. In dessen Rahmen möchte man die Arten- und Sortenvielfalt sichern, die Vielfalt der Lebensräume erhalten und Umweltwissen vermitteln und vertiefen.

In enger Kooperation mit den Landschaftspflegeverbänden Amberg-Sulzbach, Neumarkt und Regensburg sowie der Regierung der Oberpfalz beabsichtigt der Landschaftspflegeverband Schwandorf, mit dem Projekt ein Netzwerk aus Kommunalpolitikern, Verbänden, Gastronomiebetrieben, Metzgereien, Bildungsträgern, Landnutzern zu bilden, das über die kommunalen Grenzen hinweg aktiv Naturschutz betreibt.

Ziel ist es dabei, ein Biotopverbundsystem für den Naturraum "Mittlere Frankenalb" ( Oberpfälzer Jura )umzusetzen. Das Projektgebiet umfasst den Landschaftsraum des Oberpfälzer Jura in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neumarkt, Regensburg und Schwandorf.

Besonders die Naab, der Truppenübungsplatz Hohenfels und das Vilstal stellen herausragende Wanderachsen und Rückzugsgebiete für die Artenvielfalt dar.

Das Vorkommen von mehr als 100 Pflanzen- und Tierarten der Roten Liste beweist das große Potential des Projektgebiets.

Der Wachholderwanderweg im Amberg-Sulzbacher Land

 

Der Kreuzenzian ist eine der seltenen Arten, die durch das Projekt erhalten bleiben sollen.

Die regionale Marke "Juradistl-Lamm" ist ein Paradebeispiel für gelebte Natur. Die Beweidung ökologisch wertvoller Flächen mit Schafen und Lämern schafft einen Biotopverbund, weil Schafe die Biotope abweiden und durch ihre Wanderung viele Arten verbreiten. Landkreisgrenzen spielen dabei keine Rolle. 

Das die besonders wertvollen Trockenrasen ganz wesentlich von den heimischen Hüteschäfern gepflegt und erhalten werden, wurde mit dem Markenfleischprogramm "Juradistl-Lamm" ein Instrument geschaffen, um die Vermarktung von regionalem und naturschutzrelevant erzeugtem Lammfleisch zu verbessern.

Garten und Balkon

Der "intelligente" Blumenkasten

Auch Balkonbesitzer haben die Möglichkeit den Lebensraum für unsere Bienen zu verbessern. Im Merkblatt der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau werden Ihnen Tipps gegeben, wie sich Insektenfreundliche, Augenweide und praktischer Nutzen verbinden lassen.

Das Merkblatt 

Die Stadtgärtnerei Sulzbach-Rosenberg präsentiert den Blumenkasten für unsere Bienen.

Beratung und Tipps der Stadtgärtnerei Sulzbach-Rosenberg unter der Email: stadtgaertnerei(at)sulzbach-rosenberg.de 

oder telefonisch unter 09661 / 876 197-0

Bienen im Garten

Der häufig so geschätzte "nur" grüne Zierrasen ist pflegeaufwendig und wenig strapazierfähig und für die Tiere eine grüne Wüste. Dagegen eine Wiese mit Kräutern und Blumen bringt Leben in den Garten.

Viele Tipps was Sie in Ihrem Garten pflanzen sollen finden Sie unter: Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten

Bienenweiden

Der Bienenweidekatalog

Pflanzenkatalog zur Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums.

Der besorgniserregende Rückgang von Honig- und Wildbienen gibt Veranlassung, große Anstrengungen für die Verbesserung der Bienenweide zu unternehmen und die Landschaft wieder bienenfreundlicher zu gestalten. Diesem Ziel dient der Pflanzenkatalog. Der Pflanzenkatalog enthält vorrangig heimische  Pflanzenarten.

Ein weiteres Ziel des Kataloges ist es, wieder mehr Grün in die Landschaft und in die Städte zu bringen.

Bei uns können Sie sich diesen Katalog herunterladen. 

Bienenweidekatalog neu

Veitshöchheimer Bienenweide

Diese Wiese wurde in Angfeld im Lankreis Amberg-Sulzbach am 13. Juli 2010 vom Imkerkollegen Michael Hüttner aufgenommen. Ein Paradies für Bienen, Hummeln und Co.

Weitere Informationen zur Veitshöchheimer Bienenweide - einfach klicken -

Pflanzenschutzmittel: Bienenschutz beachten

Bienengefährdende Pflanzenschutzmittel dürfen nicht auf blühende Pflanzen ausgebracht werden. Die Verordnung über die Anwendung bienengefährlicher Pflanzenschutzmittel schützt Honigbienen und deren wildlebenden Verwandte. Nach dieser Verordnung dürfen Pflanzenschutzmittel, die für Bienen gefährlich sind, nicht an Pflanzen angewendet werden, die blühen oder sichtbar von Bienen überflogen werden. Bienengefährliche Pflanzenschutzmittel müssen deutlich auf der Verpackung gekennzeichnet sein.

Das Verbot der Anwendung gilt nicht nur für blühende Pflanzen, die den Bienen Nektar liefern, sondern auch für nicht blühende Pflanzen, auf deren Oberfläche Hongtau klebt. Das ist eine zuckerhaltige Ausscheidung der Blattläuse, die Bienen anlockt. Dies trifft ohne Unterschied für alle Nutz- und Wildpflanzen zu.

Der Schutz der Bienen wird nur dann gewährleistet, wenn bienengefährliche Pflanzenschutzmittel an nicht blühenden und nicht von Bienen angeflogenen Pflanzen so angewendet werden, dass auch benachbarte Pflanzen mit Blüten oder Honigtau durch Abtropfen oder Abreiben des Bienen gefährdenden Pflanzenschutzmittels nicht mit getroffen werden. Daher ist in nicht blühenden Kulturpflanzenbeständen auch auf blühende Wildpflanzen, wie zum Beispiel Löwenzahn in Obstanlagen, zu achten, die nicht behandelt werden dürfen.

Hobbygärtner, die sichergehen wollen, sollten nur solche Pflanzenschutzmittel einsetzen, die nicht als bienengefährlich gekennzeichnet sind: Nur mit diesen Mitteln dürfen auch Pflanzen behandelt werden, die mit Honigtau abscheidenden Insekten befallen sind.

 

Bienenweide

Als Bienentrachtpflanze oder Bienenweide bezeichnet man die Pflanzen, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen erzeugen und deswegen häufig von Honigbienen und Wildbienen angeflogen werden. Bienentrachpflanzen haben für die Imkerei eine große Bedeutung.

Sehr zu empfehlen sind fertige Bienenweidemischungen, wie die Veitshöchheimer Bienenweide.

Die Bienenweidemischungen