Die Chronik vom Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg

Die Erfindung des "beweglichen" Wabenbaus war daher die wichtigste Erfindung in der Imkerei und brachte große Erleichterung in der Bewirtschaftung der Bienenvölker und auch in der Erforschung des Wesens und Lebens der Bienen. Nur dadurch konnte die Biene zum drittwichtigsten "Haustier" in der Landwirtschaft werden.

"Neben der deutschen Biene wurden mit wechselndem Erfolge auch Versuche mit italienischen Bienen gemacht" 

Das Jahr 1872

1872 hatte der Verein bereits einen sogenannten Vereins-Bienenstand. Das muss wohl ein geschlossenes Gebäude gewesen sein, sonst hätte man dort nicht im Oktober eine Hauptversammlung abhalten können. Der Standort ist derzeit nicht mehr bekannt. Das heute noch bestehende Bienenhaus in der Sulzbacher "Fatzen" wurde allerdings erst vor ca. 75 Jahren durch die Stadt erbaut und von einem städtischen Imker betreut. Es ist noch heute Eigentum der Stadt und an die Imker unseres Vereins verpachtet. 

Erweiterung zum Bezirks-Bienenzuchtverein ab 1886

Um die Fortschritte in der Imkerei auch bei den Imkern im Land bekannt zu machen, hatte der Verein schon 1886 begonnen, im ganzen Bezirksamtsbereich Sulzbach Wanderversammlungen und Aufklärungsvorträge abzuhalten. Damit hatte der, bisher nur örtlich tätige Verein in seiner organisatorischen Form den Charakter eines Bezirks-Bienenzuchtvereins angenommen.

Hauptziel des Vereins seit seiner Gründung war die Förderung einer fortschrittlichen Bienenzucht, insbesondere die Einführung beweglicher Waben in Kästen ( Dzierzon`sche Methode ) anstelle der bis dahin üblichen Korbimkerei. Der feste Wabenbau in den Körben musste nämlich zur Honiggewinnung ausgeschnitten und ausgepreßt werden; erst durch die herausnehmbaren Waben - zuerst an Leisten, später Rähmchen - konnte der Honig in einer Schleuder leicht und sauber gewonnen werden. Die Einführung des "beweglichen" Wabenbaues war daher sicher eine der wichtigsten Erfindungen in der Imkerei überhaupt und brachte große Erleichterungen in der Bewirtschaftung der Bienenvölker. Neben der Zucht der detuschen Biene ( "Nigra ) wurden mit wechselndem Erfolg auch schon Zuchtversuche mit italienischen Bienen gemacht.

Apotheker Schießl und Vereinssekretär Locher führten die Geschicke des Vereins ab 1886 als Bezirksverein bis ins Jahr 1893, in welches auch die Gründung des Königsteiner Vereins fällt. Nach 23-jähriger Vorstandschaft von Apotheker Schießl übernahm 1893 Baron von Reigersberg den Vorsitz. Der Verein war mittlerweile stark angewachsen und zählte nunmehr 52 Mitglieder. 1895 feierte man in Anwesenheit des 1. Landesvorsitzenden des Bayer. Imkerverbandes, H. Behringer in der Neumair`ischen Gaststätte das 25-jährige Bestehen des Vereins und zugleich das 25-jährige Jubiläum von Apotheker Schießl als Vereins- und Ausschussmitglied.

Nachdem Baron von Reigersberg dienstlich nach Pfarrkirchen versetzt worden war, wurde 1896 Hans Sperber zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Mitgliederzahl stieg in dieser Zeit auf 92 Imker.

Gründung von acht Ortsgruppen in den Jahren 1898/99

Unter dem tatkräftigen Vorsitzenden Hauptlehrer Hering erreichte die überörtliche Aufklärungsarbeit in den Jahren 1898/99 einen besonderen Höhepunkt. Es kam zur Gründung von acht, dem Bezirksverein zugehörigen "Ortsgruppen", nämlich:

  • Sulzbach
  • Achtel
  • Edelsfeld
  • Grasberg
  • Groß-Albershof
  • Illschwang
  • Neukirchen
  • Rosenberg

Die bisher schon bestehende Ortsgruppe Hahnbach schied zur gleichen Zeit aus dem Bienenzuchtverein aus und gründete einen eigenen Verein ( vermutlich wegen der Zugehörigkeit zum Bezirksamt Amberg ).

Nachdem der Verein nun erstmals 100 Mitglieder überschritt, bat Hauptlehrer Hering in einer Versammlung vom November 1899 einen anderen Vorsitzenden zu wählen. Dieser fand sich in der Person von Lehrer Erhard Stahl, der aber sein Amt schon nach kurzer Zeit wegen Versetzung wieder aufgeben musste. Sein Nachfolger, allerdings auch nur sehr kurzfristig, war Lehrer Lehner.

Im Februar 1901 wurde Lehrer Seibert zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er leitete den Verein bis ins Jahr 1933, also 32 Jahre lang. Mit ihm kam für den Bezirksbienenzuchtverein ein geradezu "kometenhafter" Aufstieg. Seibert lebte für seine Bienen und seinen Verein. Unter seiner Führung wurde sogar eine Honig-Verkaufsniederlage gegründet, welche den Imkern des Vereins den Honig abnahm ( 1 Pfund im Glas zu 90 Pf. ) eine Einrichtung zur Selbsthilfe, wie sie die heutigen Honigerzeugergemeinschaften ( HEG ) ebenfalls zum Ziel haben.

Vermehrung der Ortsgruppen

Die Ortsgruppen wurden auf zwölf vermehrt und wie folgt neu eingeteilt:

  • Sulzbach mit Gallmünz, Loderhof, Sternstein, Fichtelbrunn
  • Karolinenzeche mit Rummersricht, Pickenricht, Etzmannhof, Großenfalz
  • Großalbershof mit Forsthof, Iber
  • Edelsfeld mit Bernricht, Wildenhof, Wegscheid, Sigras
  • Achtel mit Ratzenhof
  • Neukirchen mit Erkelsdorf, Grasberg, Rittmannshof, Schönlind, Obermainshof, Kirchenreinbach, Neidstein
  • Mittelreinbach mit Holstein, Högberg
  • Illschwang mit Woppental, Neuöd, Hermannsdorf, Haar, Pürschläg, Herrmannsberg
  • Rosenberg mit Hammerphilipsburg, Fürstenmühle, Oberschwaig, Eichelberg, Breitenbrunn, Prohof
  • Steinling mit Weißenberg
  • Röckenricht mit Lockenricht, Niederricht, Prangershof, Kleinfalz, Untermainshof, Haghof
  • Eschenfelden mit Pruppach

Die Wanderversammlungen waren ein besonderes Anliegen von Lehrer Seibert. Anschauungstafeln über die Entwicklung der Biene wurden an die Schulen abgegeben, um schon bei der Jugend das Interesse für die Bienenzucht zu wecken. Bereits 1902 zählte der Verein 138 Mitglieder mit 583 Bienenvölkern ( = 4,2 Völker i.M. pro Imker ). Wichtige Mitarbeiter waren: die Bezirksbienenmeister Leonard Haas aus Högen sowie die Herren Melchner, Kriegelstein und Geitner aus Sulzbach.

1933 wurde auf Vorschlag von Seibert sein bester Wander- und Imkerkamerad Oberlehrer Geitner einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er nahm dieses Amt 12 Jahre, bis 1945 wahr. In dieser Zeit wurden jährlich 4 bis 5 Aufklärungsversammlungen im Bezirksbereich abgehalten.

Das ehemalige Vereinsbienenhaus wird heute von Vorstand Helmut Heuberger bewirtschaftet.

Ortsgruppen als selbstständige Vereine

Auf Vorschlag von Geitner und auch auf Drängen von Imkern in den einzelnen Ortschaften wurden aus dem Bezirksverein heraus selbstständige Ortsgruppen gebildet; dadurch sollte eine intensivere Betreuung der Imker erreicht werden. So entstanden in den Jahren 1933 - 1937 die heute noch bestehenden Vereine Sulzbach, Högen, Königstein, Illschwang, Steinling und Neukirchen.

Bezirksverband Sulzbach-Rosenberg ab 1936

Über den nun selbstständigen Vereinen stand ab 1936 der, ab jetzt so genannte imkerliche Bezirksverband Sulzbach-Rosenberg. Imfolgenden ist daher zu unterscheiden zwischen dem Bienenzuchtverein und dem Bezirksverband. Geitner blieb weiterhin 1. Vorsitzender des Bezirksverbandes.

Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg

Der Ortsverein Sulzbach-Rosenberg führte von da an ( ab 1933 ) wieder ein Eigenleben unter eigener Vorstandschaft. Die 1. Vorsitzenden waren: bis 1938 H. Melchner, von 1938 - 1943 Konrad Hauenstein, von 1943 - 1955 Georg Zahn. Unter seiner Leitung konnten die großen Rückschläge, die der 2. Weltkrieg von 1939 - 1945 auch der heimischen Imkerei gebracht hatte, zumindest im Vereinswesen überwunden werden. Aber, wie sch nach dem 1. Weltkrieg 1914 - 1918, waren auch diesmal von den aktiven Militärjahrgängen nahezu keine Mitglieder mehr vorhanden. Von 1955 - 1968 war Josef Biller 1. Vorsitzender des Vereins. Er nahm sich um die Jugendarbeit besonders an. Die in der Kriegs- und Nachkriegszeit auf 47 abgesunkene Mitgliederzahl stieg wieder auf 82 an. Biller leitete auch das Tracht-Beobachtungswesen im Landkreis Sulzbach.

Von 1968 bis 2008 leitete Michael Hüttner als 1. Vorstand den Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg. Dies ist mit 40 Jahren die längste Vorstandschaft im Verein. Am 09.03.2008 wurde Helmut Heuberger als 1. Vorstand gewählt.

Der Verein zählt heute 100 Mitglieder mit 1350 Bienenvölker.

Der Pressebericht von 2008
Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg - Die neue Vorstandschaft 2004

Das Jahr 2008

Nachdem sich Michael Hüttner nach 40 Jahren Vorstandschaft - die längste seit Bestehen des Vereins - nicht mehr zur Wahl stellte, wurde auf seinen Vorschlag hin Helmut Heuberger zum 1.Vorsitzenden gewählt. Als seine Hauptaufgabe bezeichnete er vor allem die Nachwuchsförderung und die Weiterbildung der Imker. Weitere Ergebnisse ( alle einstimmig):

  •  2. Vorsitzender Andreas Royer ( gleichzeitig Kreisvorsitzender),
  • Schriftführer, Konrad Hubmann und Stefan Reinhardt 
  • Kassier, Werner Heyer und Reinhard Paulus
  • Beisitzer, Heinz Dehling, Dieter Haller
  • Kassenprüfer, Matthias Hüttner und Klaus Keck

Das Jahr 2009

Bei der Generalversammlung ernannte 1. Vorstand Helmut Heuberger Michael Hüttner für seine Verdienste um den Verein und die Imkerei zum Ehrenvorstand. Der jahrzehntelange Rückgang in der Imkerei ist - auch bayernweit - anscheinend zum Stillstand gekommen. 3 Mitglieder konnten neu in den Verein aufgenommen werden. Andreas Royer stellte beim Lehrbienenstand im Stadtpark auf einem eingezäunten Platz vier Bienenvölker auf, die künftig als Lehrbienenstand auch für Schulen dienen sollen. Als optischer Blickfang wurde eine Schautafel angebracht und der Stand vom Bürgermeister und mit einem Bienentanz des St.-Anna-Kindergartens offiziell eröffnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Der Lehrbienenstand im Bürgerpark

Für zwei Klassen des Gymnasiums fand dort bereits ein imkerlicher Unterricht statt. Der Verein plant einen eigenen Internet-Auftritt. Der Deutsche Imkerbund stellt dafür ein Basisprogramm zur Verfügung. Alexander Titz, der erst 2009 zum Verein gekommen ist, will sich um dieses Vorhaben annehmen; ebenso um die geplante Aktion "Imkern auf Probe". Seine Vorschläge wurden vom Vorstand einhellig gebilligt. Der Imkerausflug führte zum Bienenzentrum nach Veitshöchheim. Einem unserer Jungimker, Philipp Böhme, wurden zwei Bienenvölker gestohlen.

Das Jahr 2010

Seit Januar ist der Verein nun mit einer eigenen Web-Seite www.bienenzuchtverein-sulzbach-rosenberg.de im Internet vertreten. Zum Webmaster und Betreuer wurde Alexander Titz bestimmt. Er betreut auch federführend die Probeimker. Im April wurden 2 Bienenvölker von Probeimkern gestohlen. Eine vom Verein ausgesetzte Belohnung von 500€ brachte jedoch keine Hinweise. Zur Vertiefung der Beziehung unter den Vereinsmitgliedern und den Probeimkern organisierte Helmut Heuberger im Bürgerpark ein Vereinsfest. Trotz des schlechten Wetters kamen sie viele, dass das Spanferkel bald aufgezehrt war. Die gemeinsame Busfahrt der Vereins und Kreisverbandes führte zur Belegstelle St. Johann, Nähe Regensburg und weiter nach Kelheim und per Schiff nach Weltenburg.

Bei einem, von Alexander Titz ausgeschriebener Malwettbewerb, an dem sich Schulklassen von Königstein über Neukirchen bis Amberg beteiligt hatten, gewann Tim Pickel für seine Schulklasse und damit für die Mittelschule Neukirchen-Königstein den Hauptpreis, ein Bienenvolk. Die 12 Probeimker des Jahres 2010 wollen weitermachen; 6 sind bereits in den Verein eingetreten; zu Jahresende lagen für 2011 bereits 11 weitere Anmeldungen vor. Zur Durchführung von Schulungen hat der Verein einen Beamer und eine Leinwand beschafft. Die Frühtracht war nur mäßig, jedoch gab es nach langem wieder einmal eine gute Waldtracht.

Der Malwettbewerb 2010

Das Jahr 2011

Unsere Internetseite, in die auch der Kreisverband integriert ist, findet sehr guten Zuspruch und hohe Anerkennung: Innerhalb eines Jahres waren 11.100 Besucher aus ca. 30 Länder der Welt mit 53.000 Zugriffen ( monatlich 4300 ) zu verzeichnen. Höhepunkt des diesjährigen Vereinsgeschehens ist das 140-jährige Gründungsfest im August. Dr. Friedgard Schaper vom Imkerzentrum Veitshöchheim wird den Festvortrag halten. Die Imker- und auch die Gartenbauvereine des Altlandkreises Sulzbach und der Nachbarschaft, sowie die Imker-Kreisverbände der Oberpfalz sind eingeladen. In 2011 haben wir weitere 11 Probeimker zu betreuen sowie ein Bienenvolk in der Pestalozzischule. Auch an die Mittelschule Neukirchen-Königstein wurde als 1.Preis aus dem Malwettbewerb 2010 ein Volk übergeben. Es wird von den Neukirchener Imkern betreut.

Die 140 Jahrfeier des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg

In den Jahren 2010 und 2011 konnten wir damit für die Aktion "Imkern auf Probe" 21 ernsthafte Interessenten gewinnen, die teilweise von ihrem Startvolk bereits auf 2-3 Völker "aufgestockt" haben. Zur Erleichterung des Einstiegs in die Imkerei hat der Verein heuer für die Probeimker eine Schleuder mit Entdeckelungs-Geschirr angeschafft. 

Im Jahr 2011 hatten wir 57 aktive Mitglieder mit 510 Bienenvölkern, Probeimker in 2010 und 2011:21;

Passive und fördernde Mitglieder: 31;

Ehrenmitglieder: Michael Hüttner, Georg Brunner, Georg Wiesmeth, Hans Rumpler, Josef Paulus.

Stand: Juni 2011

Das Jahr 2012

Bei der Jahreshauptversammlung 2012 musste im turnusmäßigen Rhythmus eine neue Vorstandschaft gewählt werden. Hierzu haben sich der 1. Schriftführer Konrad Hubmann und der 1. Kassier Werner Heyer nicht mehr zur Wahl gestellt. Gewählt wurden.

 

  • 1. Vorsitzender Helmut Heuberger
  • 2. Vorsitzender Andreas Royer
  • 1. Schriftführer Alexander Titz
  • 2. Schriftführerin Petra Klughardt
  • 1. Kassier Matthias Hüttner
  • 2. Kassier Werner Heyer
  • Kassenprüfer Bauer Klemens und Böhme Fritz
  • Beisitzer Thomas Zimmermann und Oliver Gerschinski

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg - Die neue Vorstandschaft 2012

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Mitglieder geehrt, unter anderem erhielt Bürgermeister Gerd Geismann die Verdienstnadel in Gold.

Weitere Informationen zu den Ehrungen 2012 unter: Verein 2012

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg - v.l. Vorsitzender Helmut Heuberger, Wolfgang Lindner und Gerd Geismann

Im Vereinsjahr 2012 machte Alexander Titz die Prüfung zum Bienenfachwart und Thomas Zimmermann wird die Ausbildung zum Gesundheitswart machen. Der Vereinsausflug ging in diesem Jahr nach Heideck und stand unter dem Motto: " Bienen und Römer". Der von Andreas Royer organisierte Vereinsausflug führte zu Imkermeister Hans Beer und anschließend in die Römerstadt Weißenburg.

Im Jahr 2012 beendeten auch 10 Probeimker ihre zweijährige Ausbildung "Imkern auf Probe". Zehn weitere Probeimker befinden sich im zweiten Ausbildungsjahr, weitere haben sich für 2013 bereits angemeldet. Von 2010 bis Ende 2012 hat der Bienenzuchtverein, 31 Nachwuchsimker ausgebildet.

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg - Die Probeimker 2012

Weitere Informationen zum Imkern auf Probe unter: Imkern auf Probe 2012

Mitgliederstand und Bienenvölker 2012

Im Jahr 2012 hatte der Bienenzuchtverein insgesamt 98 Mitglieder ( aktiv und passiv ) mit 444 Bienenvölker.

Die Zahl der Mitglieder gegenüber 2011 ist um 10 Mitglieder gestiegen. Allerdings hat sich die Zahl der Bienenvölker um 66 reduziert.

Stand: 31.12.2012

Das Jahr 2013

Am Samstag den 18. Mai 2013 konnte am Lehrbienenstand Richtfest gefeiert werden für das neue Gerätehaus des Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg. Zahlreich war die Beteilung der Imker unter der Leitung von Vereinsvorsitzenden Helmut Heuberger um das neue Gebäude aufzustellen. Mit Unterstützung der Zimmerei Munker aus Sulzbach-Rosenberg und unserem Mitglied und Zimmermann Martin Schißlbauer war der schnelle und professionelle Aufbau kein großes Problem.

Nach nur fünfmonatiger Bauzeit des neuen Lehrbienenstandes war es am 27. Juli 2013 endlich soweit. Verbunden mit dem "Tag der offenen Imkerei" wurde von Bürgermeister der Stadt Sulzbach-Rosenberg Michael Göth, Vereinsvorsitzender Helmut Heuberger, sowie Kreisvorsitzender Andreas Royer, der neue Lehrbienenstand des Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg eröffnet. Siehe Verein 2013

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Das Jahr 2014

Seit dem Februar 2014 hat der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg einen neuen Gesundheitswart. Mit seinen 39 Jahren, zählt er mit zu den jüngsten in diesem Amt in ganz Bayern. Thomas Zimmermann wohnt in Adlholz bei Hahnbach im Landkreis Amberg-Sulzbach und betreut derzeit selber 10 Bienenvölker.

Bei der Jahreshauptversammlung im Februar des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg im Bayerischen Hof, konnte der Vereinsvorsitzende Helmut Heuberger in seinem Bericht eine hervorragende Jahresbilanz für das Bienenjahr 2013 vorweisen. Nicht nur, dass die Imkerausbildung auf sehr hohem Niveau beim Verein gestaltet wird, jetzt gibt es wieder über 100 Mitglieder und fast 600 Bienenvölker im Verein.

Der Verein in Zahlen

Zum 31.12.2013 hat der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg,

106 Mitglieder ein Zuwachs von 8 Mitgliedern

573 Bienenvölker werden betreut - ein Zuwachs von 129 Bienenvölker

17 Probeimker im 2. Ausbildungsjahr

21 Probeimker im 1. Ausbildungsjahr

mehr als 3000 Besucher auf der Internetseite im Monat

2 Schulprojekte

8 Ausbilder für das "Imkern auf Probe" und "Bienen an der Schule"

Alle weiteren Infos unter: Verein 2014

Das Jahr 2015

"Im Auftrag einer blühenden Landschaft unterwegs", das würde für 29 neue Imker des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg als Wahlspruch passen. Sie werden zukünftig mit ihren Völkern ein gutes Stück zur Artenvielfalt beitragen. Beim Probeimkertag folgte die Freisprechung.

Aus der Hand von Bürgermeister Michael Göth erhielten die 29 Neuimker des Vereins ihre Teilnahmebestätigung zum Projekt "Imkern auf Probe", das alle mit Erfolg abgeschlossen haben.

Ein Urgestein der Imkerei feierte am Dienstag den 24. Februar in Angfeld seinen 80. Geburtstag. 40 Jahre war er Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg und 22 Jahre Kreisvorsitzender der Imker. In seiner Zeit entstand auch der Bienenhof in Aschach.

Weitere Infos unter: Verein 2015

Das Jahr 2016

Seit 2010 bestreitet der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg erfolgreich das Projekt „Imkern auf Probe“. Mit Friedericke Fromm, begrüßte der Verein die 100. Probeimkerin in diesem Jahr.

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Am Samstag den 2. Juli 2016 feierten die Imker des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg im kleinen Rahmen mit Freunden und Familien den 145. Geburtstag des Vereins. Vorsitzender Helmut Heuberger begrüßte hier zahlreiche Gäste wie auch den Bürgermeister Michael Göth. Er bedankte sich für die vorbildliche Arbeit am Lehrbienenstand sowie die Ausbildung vieler Nachwuchsimker in Sulzbach-Rosenberg, die inzwischen über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist.

Der Verein betreut derzeit 130 Mitglieder mit über 800 Bienenvölker, dass ist bereits eine Verdoppelung innerhalb von vier Jahren. Das ist eine beeindruckende Steigerung die aber nur mit einer gemeinsamen Zusammenarbeit möglich ist und einer Idee die vor 145 Jahren gegründet wurde.

Im Rahmen der Geburtstagsfeier des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg, wurde auch der II. Bauabschnitt am Lehrbienenstand eingeweiht. Im April diesen Jahres wurden in einer Rekordzeit am Lehrbienenstand in Feuerhof umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt um zum einen die Sicherheit der Nachwuchsimker während ihrer Ausbildung zu gewährleisten und zum anderen die praktischen Arbeiten an den Bienen zu erleichtern.

Klaus Herdegen, Geschäftsführer der Firma Lüdecke in Amberg startet mit dem Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg ein neues Projekt am Firmengelände in Amberg. Auf dem firmeneigenen Areal mit verschiedenen Obstbaumsorten und Blühwiese ziehen jetzt die betriebseigenen Bienen ein. Das Projekt "Beescharing" mit dem Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg ist derzeit in Amberg ein einmaliges Projekt bei dem Geschäftsführer Klaus Herdegen über die Wichtigkeit der Bienenhaltung aufmerksam machen möchte.

Alle Infos unter: Verein 2016

Gedanken von Arnulf Holl aus seiner "Geschichte der Imkervereine im Landkreis Sulzbach-Rosenberg." 

"Es gibt auch für die Zukunft noch einige Probleme zu lösen. Für den bisherigen Zeitabschnitt aber ist all denen Dank zu sagen, die auf irgendeine Weise zur Förderung der Bienen und der Imkerei beigetragen haben". Dazu gehören nicht zuletzt auch die vielen ungenannten Imkerfrauen und Angehörigen, ohne deren Mitarbeit gar mancher Imker seine Imkerei nicht betreiben könnte.

"Der liebe Gott hat die Voraussetzungen für eine intakte Natur geschaffen. Es liegt an uns, sie zu begreifen und sie auch künftig zu erhalten".

 

Diese Chronik beruht auf folgenden Quellen:

Arnulf Holl: "Zur Geschichte der Imkervereine im Landkreis Sulzbach-Rosenberg", veröffentlicht in der Festschrift zum 90-jährigen Bestehen des Bienenzuchtzuchtvereins im Jahre 1961.

Mündliche Hinweise zur Entwicklung in den letzten 25 Jahren von Michael Hüttner, Joseph Stauber, Franz Rembold u.a.